Klimakrise

Die Bundesregierung hat bereits eingestanden, die bis 2020 gesteckten Klimaziele zu verfehlen. Länder wie Irland und Schweden hingegen gehen mit gutem Beispiel voran und setzen ausschließlich auf erneuerbare Energien. EVO unterstreicht, dass hierzulande beim Klimaschutz viel Nachholbedarf besteht.

Erfolgreich Treibhausgasemissionen senken, erneuerbare Energien fördern und die Energieeffizienz steigern! Was die Bundesregierung schleifen lässt, setzen andere Länder längst um: Schweden soll schon bis Ende 2018 die gesetzten Klimaziele für erneuerbare Energien erfüllen. Das Land möchte bis 2040 seinen kompletten Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen. Auch Irland beschließt, fossile Energien nicht mehr zu fördern und plant, sämtliche Investitionen in Kohle, Öl und Gas zu stoppen. „Irland hat sich damit für ein Gesetz ausgesprochen, welches in Deutschland schon längst überfällig ist“, so Markus J. Schmidt, Energieeffizienz-Experte und Geschäftsführer von EVO®.

Die Bundesregierung hat bereits eingeräumt, die bis zum Jahr 2020 gesteckten Zwischenziele zu verfehlen. „Investitionen in fossile Energien vermitteln falsche Signale. Die ausschließliche Förderung der Erneuerbaren ist dringend notwendig, um nicht noch weiter hinter die Klimaziele zurückzufallen“, erklärt Markus J. Schmidt.


Deutschland schwächelt im EU-Vergleich

„Die Bemühungen der Bundesregierung gehen per se in die richtige Richtung. Sie sind aber im europäischen Vergleich nicht konsequent und effizient genug“, so Schmidt. Das gemeinsame EU-Klimaziel: Bis zum Jahr 2020 den Anteil an erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf 20 Prozent steigern; das hat Schweden bereits im Jahr 2015 mit 50 Prozent deutlich übertroffen. Laut Climate Action Network (CAN) befindet sich Deutschland auf der Klimaschutz-Rangliste auf Platz acht von 28 EU-Staaten. Die Liste wird derzeit von Schweden, Portugal, Frankreich und den Niederlanden angeführt.

Laut Schmidt gibt es in puncto Klima- und Energiepolitik viel Nachholbedarf. Deutschland hätte eine Menge anzupacken und müsse sich Schweden und Irland als Beispiel nehmen, damit die Klimaziele nicht in weite Ferne rücken.

 

 

 

Interview Mang Architektur

"Ein Elektroplaner, der zukunftsorientiert denkt, könnte sich auch zum Heizungs-Spezialist weiterentwickeln."

Ob Wolkenkratzer in Südostasien oder Einfamilienhäuser in Süddeutschland – so unterschiedlich die klimatischen Bedingungen sind, überall rückt die Energieeffizienz von Neubauten in den Fokus. Auch Bestandsbauten werden aufwändig energetisch saniert. Doch wie verändert sich dadurch der Blick auf die Architektur? Welche Trends im Bauwesen weisen den Weg? Und vor allem: Sind die Rahmenbedingungen richtig gesteckt, um die Wärmewende in Deutschland weiter voranzubringen? Unser Interview mit Anton Mang, dem Inhaber des Büros „Und Mang Architektur” in München, macht deutlich, wie sich die Rollen und Zuständigkeiten von Architekten und Technischen Planern sowie Heizungs- und Elektroinstallateuren überschneiden und welches Potenzial in der Zusammenarbeit aller Disziplinen schlummert – auch bei der Heiztechnik. Es geht darum, den Gesamtaufwand an Energie zu optimieren.

Lesen Sie das komplette Interview auf: www.evo-architektenpreis.de/interview-anton-mang